Diesmal berichtet Maya von ihrem ersten Messebesuch aus ihrer Perspektive.
Puh, ich bin richtig froh, wieder in der Natur zu sein. Auch wenn mir die Hitze im Moment zu schaffen macht. So eine Messe ist sehr interessant, aber für mich als Hündin sehr anstrengend. Vor allem, weil ich im Verhältnis zu den Pferden so klein bin, ständig meinen Kopf in die Höhe strecken muss. Der Lärm, das Gewusel der Menschen, die vielen Gerüche – ich bin noch immer ganz durcheinander, wenn ich daran denke. Jetzt kann ich mich im Wasser erfrischen. Ins kühle Nass springen ist zwar nichts für mich, aber durchs seichte Wasser zu traben ist auch sehr schön – und vieeel eleganter.
Aber jetzt erzähle ich euch, wie es neulich mit Frauchen auf der Pferdemesse war und was ich alles gerochen, gesehen und gelernt habe.
Meine Messe-Abenteuer im Überblick

Meine erster Eindruck waren die vielen Gerüche: so viele Aromen und duftende Neuheiten sind mir in die Nase gestiegen – Heu, Leder, Pferdeschweiß und sogar ihr Atem.
Große Pferde schnauften wie Güterzüge, Ponys wie schnurrende Katzen – nur eben viel größer. Manche haben glitzernde Decken, andere sportliche Sättel getragen. Und es gab eine Show, bei der Pferde über Hindernisse sprangen. Ich dachte erst, sie spielen Stöckchen, aber Stöckchen sind natürlich viel zu klein und kurz zum Drüberspringen. Da braucht es schon richtige Stangen
Neben der Arena stand ein Mann, der Hufeisen formte — das war der Hufschmied. Er klopfte und lachte, und die Pferde standen ganz still. Respekt! Die Pferde waren in Zelten undtergebracht, fast wie am Campingplatz. Da durfte ich meiner Nase freien Lauf lassen. Die Pferde rochen warm und süß, fast wie Apfelmus mit Heu.
Was habe ich dabei gelernt?
Pferde fressen viel Heu und Getreide, keine Schoko. Hufe sind wie unsere Krallen, werden aber vom Hufschmied gepflegt. Pferde schlafen manchmal im Stehen, sie liegen aber auch gern (wenn sie sich sicher fühlen).
Die Ohren eines Pferdes zeigen, wie es sich fühlt – vorwärts (=gespitzt) bedeutet, dass sie neugierig sind oder etwas ihre Aufmerksamkeit erregt; zurück (=angelegte Ohren) können Vorsicht! bedeuten. Ponys sind kleine Pferde und perfekt zum Reiten für Kinder.
Tipps vom Professor
Ein älteres Pferd hat mir zudem tolle Tipps gegeben. Man soll neben Pferden nie rennen und nicht laut schreien, das kann Pferde erschrecken. Man muss immer zuerst den Besitzer fragen, ob man das Pferd streicheln darf. Man darf nicht in die Nähe der Hinterbeine gehen, denn Pferde könnten austreten. Und man darf ihnen keine Süßigkeiten füttern oder Snacks ohne Erlaubnis geben.
Nachdem ich noch viel über Pferde lernen muss, wollte ich mit einem Pony ins Gespräch kommen. Es schaute mich interessiert an und die Nüstern des kleinen Pferdes bewegten sich. Ein anderes Pferd schnaubte laut — und ich habe vor Schreck laut gebellt. Das Publikum lachte, ich war ein Star! Ich habe viele neue Gerüche kennengelernt und erfahren, dass Pferde sanfte Riesen sind. Wenn du mal zur Messe gehst: Bring eine ruhige Stimme und ganz viel Neugier mit.
Liebe Grüße und einen feuchten Hundeschmatz!
Eure Maya
Text & Fotos: Silke Wastler-Hochenburger
