Dodos Momo
Dodos Momo koppt
Dodos Momo klopft
Dodo: Los, Momo los
Dodos Momo hoppt los
Dodo: Soso
Dodo holt Stroh
Dodo holt Obst
Dodo horcht
Dodo: Momo! Momo!
Dodo hofft
Dodos Momo klopft
Dodo: Komm, Momo, komm!
Dodos Momo kommt
Dodos Momo koppt
Dodo: O Gott, o Gott
Die Stute Momo hat eine Zeitlang gekoppt, etwa im Alter von fünf bis sieben, vielleicht auch etwas länger. Sie hat sich in dieser Zeit nicht wohl gefühlt, das weiß ich heute. Man sagt ja, dass Pferde, die koppen, nicht mehr damit aufhören. Das stimmt nicht. Meine Stute Momo hat damit aufgehört. Für immer. Irgendwann viel später wurde ich gefragt, ob sie denn noch immer oder wieder koppt. Ich hatte gerade Ernst Jandl gelesen. Und sein Gedicht Ottos Mops. Mit den vielen Os und „Ohs!“ So ist dieser Text entstanden. Die Stute koppt schon lange nicht mehr. Sie fühlt sich so wohl.
Hier geht’s zum Original: ottos mops
Foto © Andrea Kerssenbrock

Beim Koppen werden Endorphine freigesetzt, die „glücklich“ machen. Pferde koppen meist, wenn sie Stress haben, um diesen abzubauen. Ich hatte vor vielen Jahren einen Kopper übernommen und kann mich nicht erinnern, dass er in irgeneiner Weise beeinträchtigt war. Nur die Zähne waren recht kurz vom jahrelangen Aufsetzen. Er ist auch sehr alt geworden.
Die Stute hat eine Zeitlang nachdrücklich gekoppt. Das lag aber wohl an der Haltung und ist schon eine Weile her. In den letzten Jahren ist es ganz verschwunden, wahrscheinlich weil die Rahmenbedingungen optimal für sie sind. Auch das ist möglich.